
Schauplatz war das Badeland Wolfsburg, ein riesiger Schwimmbad Komplex mit großem Freizeitbereich inklusive Wellenbecken. Für uns Masters war aber nur das 50m Becken mit 10 Bahnen sowie ein Sprung- und Lehrbecken zum Ein- und Rausschwimmen interessant. 692 Aktive aus 18 Landesverbänden sowie Vereine aus Österreich, der Slowakei und der Schweiz hatten 1248 Einzel- und 111 Staffelmeldungen abgegeben. Noch nie zuvor gab es eine solch große Teilnehmer- und Meldezahl. Es erwartete uns also eine Mammutveranstaltung und für den ausrichteten Verein, der Schwimm Abteilung des TV Jahn Wolfsburg ein riesige Herausforderung. Zwar hakte es hier und da, z.B. gab es am ersten Tag eine Zeitverzögerung von mehr als einer Stunde, trotzdem muss der Organisation und dem Verein ein großes Lob ausgesprochen werden eine solche Veranstaltung über die Bühne zu bringen.
Vom Masters Team der SG Mönchengladbach waren wie immer Ilona Radermacher ( AK 65 ) und Kalli Nottrodt ( AK70 ) dabei. Ilona war neu in die Ak 65 aufgerückt , und deshalb besonders motiviert. Erster Start für sie waren am Samstag die 200 m Rücken. Hier ergatterte sie sich die erste Bronzemedaille in der sehr gute Zeit von 3:19,33 Min hinter Cornelia Moritz von den Wasserfreunden Spandau ( 3:11,85, neuer deutscher AK Rekord ) und Kerstin PieperKöhler ( 3:15,50 ) aus Bremen . Schon eine gute Stunde später startete Ilona über 400 m Lagen . Auch hier gewann sie Bronze mit einer unerwartet guten Zeit von 7:34,64 Min hinter Kerstin Uhlig von der SG Wetterau ( 7:18,74 ) und Patricia Kutz von der SG Lübeck ( 7:21,99 ) Am Sonntag Vormittag kann zum Abschluss die 400 m Freistil . Ilona ließ hier nichts anbrennen und wurde klar Deutsche Meisterin mit 6:18,01 Min vor Patricia Kutz aus Lübeck ( 6:41:00 ) und Monika Weber aus Immenstadt ( 8:19,69 ) .
Kalli Nottrodt startete bereits am Freitag über die langen Kraulstrecken 1500 und 800 m. Warum beide lange Strecken an einem Tag direkt hintereinander geschwommen werden müssen , wird wohl für immer das Geheimnis des DSV bleiben. Die Belastung , besonders für Masters Schwimmer , ist enorm. Nichts so für Ausdauerspezialist Kalli. Er gewann zunächst die 1500 m mit 21:32,16 mit großem Vorsprung Rainer Fritsche vom Berliner TSC ( 22:56,90 ) und dem Schweizer Benedikt Rusch ( 24:09,17 ) . Auch über 800 m siegte er unangefochten mit 11:14,20 vor Roland Freygang aus Dresden ( 12:24,26 ) und Benedikt Rusch ( 12:25,44 )
Nach einem Tag Pause ging es dann am Sonntag über die 400 m . Auch hier gab es Gold mit 5:25,92 Min vor dem Berliner Rainer Fritsche ( 5:42,85 ) und dem Schweizer Benedikt Rusch ( 5:55,86 ) . 4 x Gold und 2 x Bronze , das war die Bilanz für die beiden SG Mönchengladbach Masters, besser gehts kaum !